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18. August 2022

In der Allgemeinbevölkerung besteht vorwiegend die Auffassung, dass nächtliche Apnoen (Atemaussetzer) nahezu ausnahmslos nur ältere Menschen betreffen. Die Praxis zeigt jedoch, dass auch Jugendliche und jüngere Erwachsene unter den typischen Symptomen schlafbezogener Atmungsstörungen (SBAS) leiden können. Anders als bei älteren Betroffenen zeigen sich jedoch im Rahmen der Schlaflabordiagnostik meist keine Apnoen und Sauerstoffentsättigungen, sondern überwiegend Limitierungen des Atemflusses. In diesen Fällen spricht man vom sogenannten Upper Airway Resistance Syndrom (UARS), was übersetzt „Widerstandssyndrom der oberen Atemwege“ bedeutet. Es handelt sich folglich um eine Unterform von schlafbezogenen Atmungsstörungen. Im Folgenden werden Fragen zu den Symptomen, der Diagnostik, den Ursachen und zur Therapie des UARS beantwortet.

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17. Juli 2022

Die Coronavirus-Pandemie ist die größte globale Gesundheitskrise seit der Ausbreitung von HIV/AIDS Anfang der 1980er-Jahre. Die weltweite Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Abkürzung für „severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2“) gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern auch bereits erreichte Niveaus der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Negative Auswirkungen zeigen sich sogar in den Bereichen, die sich der bewussten menschlichen Wahrnehmung entziehen. Hier ist insbesondere der Schlaf gemeint, in welchem der Durchschnittsmensch knapp ein Drittel seines Lebens verbringt. Im Folgenden werden die Effekte der Infektionskrankheit COVID-19 (Abkürzung für „coronavirus disease 2019“) auf den menschlichen Schlaf näher beleuchtet.

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18. Juni 2022

Im Dezember 2017 erhielten die drei US-Forscher Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young den Nobelpreis für Medizin. Die Wissenschaftler wurden für ihre Arbeiten zur Aufdeckung der Funktionsweise und Kontrolle der inneren Uhr ausgezeichnet. Ihre Entdeckungen sind von großer Bedeutung, da die circadianen Rhythmen, wie die innere Uhr in der Fachsprache heißt, viele relevante Körperfunktionen wie Hormonproduktion, Körpertemperatur, Schlaf- und Wachphasen und Blutdruck steuern. Die Auswirkungen dieser täglichen Rhythmen reichen von Stoffwechselprozessen über die Gedächtnisleistung bis hin zum sozialen Jetlag, bei dem es zwischen der inneren Uhr des Menschen und seinem sozialen Umfeld oder beruflichen Erfordernissen („soziale Uhr“) zu erheblichen Diskrepanzen kommt.

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17. Mai 2022

Die Krankheiten Schlafapnoe und Fibromyalgie weisen ähnliche Symptome auf. Sie sind unter anderem an Schlafstörungen, erheblicher Tagesschläfrigkeit, vermehrter Erschöpfung und Konzentrationsproblemen zu erkennen. Eine bereits 2006 veröffentlichte brasilianische Studie zeigte, dass die Häufigkeit des Fibromyalgie-Syndroms bei Personen, die unter schlafbezogenen Atmungsstörungen litten, deutlich erhöht war[1]. Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie so viel wie „Muskelschmerz“. Es handelt sich um ein Syndrom verbreiteter Schmerzen in den verschiedensten Körperregionen. Umgangssprachlich wird die Erkrankung auch „Weichteilrheuma“ oder „Muskelrheuma“ genannt. Die Ursachen sind bis heute nicht geklärt, es ist aber bekannt, dass es sich nicht um eine entzündliche Erkrankung handelt. Vielmehr liegt bei den Betroffenen eine Störung der Schmerzwahrnehmung- und Verarbeitung vor. Diese gesteigerte Schmerzempfindlichkeit stört den Schlaf und beeinträchtigt die Schlafqualität negativ. Ein vergleichbares Bild ist auch beim Schlafapnoe-Syndrom festzustellen: Die nächtlichen Atemstörungen schädigen die Schlafarchitektur, was letztlich eine verminderte Erholsamkeit des Schlafs zur Folge hat. Der folgende Blogbeitrag geht der Frage nach, ob es zwischen beiden Krankheiten einen Zusammenhang gibt.

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19. April 2022

Urlaubs- und Geschäftsreisende berichten seit vielen Jahren, dass die erste Nacht in der Ferienwohnung oder im Hotel überwiegend mit schlechter Schlafqualität verbunden ist. Die erste Nacht in ungewohnter Umgebung ist gewöhnlich sogar dann wenig geruhsam, wenn das Bett ausreichend groß, das Kopfkissen besonders weich und die Umgebung absolut leise ist. Dieses Phänomen, welches als Erste-Nacht-Effekt (englisch: First-Night-Effect) bezeichnet wird, kann nicht nur den Beginn einer Reise negativ beeinträchtigen, sondern insbesondere auch die Genauigkeit von polysomnographischen Messergebnissen im Schlaflabor. Um potenzielle schlafbezogene Atmungsstörungen feststellen zu können, müssen Probanden im Schlaflabor die erste Nacht in einem fremden Bett schlafen. Entsprechend sind die ermittelten Messwerte mit Vorsicht zu betrachten. Der folgende Blogbeitrag beschäftigt sich mit den Ursachen des First-Night-Effects und mit der Frage, wie dieser abgeschwächt werden kann.

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15. März 2022

Die nichtinvasive Beatmung mittels CPAP (continuous positive airway pressure) gilt unbestritten als Goldstandard in der symptomatischen Therapie der obstruktiven Schlafapnoe. Sehr viele Schlafapnoiker haben jedoch mit dieser Therapieform, aufgrund erheblicher Nebenwirkungen, große Probleme (siehe Blogbeitrag vom 24.02.2022). Es ist daher nur allzu verständlich, dass eine große Zahl von Betroffenen nach alternativen Behandlungsformen gegen Schlafapnoe und Schnarchen sucht. Diese sollten sowohl einfach wie effektiv sein, und gleichzeitig möglichst nebenwirkungsarm. Im deutschsprachigen Raum hat sich seit Anfang 2005 die sogenannte Velumount-Methode, in der Therapie des Schnarchens und der Schlafapnoe, einen Namen gemacht. Im Folgenden wird die Funktionsweise und insbesondere die Wirksamkeit dieses Hilfsmittels näher beleuchtet.

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24. Februar 2022

Die CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) gilt bereits seit Jahrzehnten als Goldstandard in der symptomatischen Therapie der obstruktiven Schlafapnoe. Dieses Überdruckbeatmungsverfahren wird als bewährteste und beste Behandlungsform nächtlicher Atemstörungen bezeichnet. Die CPAP-Beatmung unterdrückt nachweislich effizient Atemaussetzer im Schlaf und reduziert gleichzeitig die Tagesmüdigkeit. Neben diesen Vorteilen gibt es jedoch eine Reihe von Problemen, die mit dieser Therapieform verbunden sind. Im Folgenden werden die relevantesten Nebenwirkungen näher beleuchtet.

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25. Januar 2022

Die erektile Dysfunktion, also die fehlende oder gestörte Erektion des Penis bei sexueller Erregung, ist ein typisches und häufiges Symptom der Schlafapnoe. Potenzprobleme sind nach wie vor ein Tabuthema und aus falsch verstandenem Schamgefühl gehen die Betroffenen meist nicht zum Facharzt, um die Ursachen abklären zu lassen. Wie bei vielen Erkrankungen, liegen auch bei der erektilen Dysfunktion, im Volksmund auch Impotenz genannt, meistens mehrere verschiedene auslösende Faktoren vor. Grundsätzlich lassen sich jedoch die Ursachen von Erektionsstörungen in zwei unterschiedliche Kategorien einteilen: Es gibt zum einen die psychischen Ursachen und zum anderen die organischen Ursachen. Im Folgenden wird auf die Determinanten eingegangen, die typischerweise mit der Schlafapnoe im Zusammenhang stehen.

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17. Dezember 2021

Die Ursache der obstruktiven Schlafapnoe liegt überwiegend in einer zu starken Verengung der oberen Atemwege. Hierfür werden als Hauptgründe insbesondere Fehlstellungen der Kiefer, zu kleine Kiefer oder Weichgewebsanomalien (hauptsächlich Vergrößerung der Zunge, auch Zungenhypertrophie oder Makroglossie genannt) diagnostiziert. Darüber hinaus können in seltenen Fällen auch stark vergrößerte Gaumenmandeln (Tonsillenhyperplasie) den Mundrachen (Oropharynx) übermäßig einengen. Nicht selten ist auch die Kombination dieser genannten Faktoren für die Einengung des Rachenraums (Pharynx) verantwortlich. In Verbindung mit dem im Schlaf einsetzenden Weichgewebekollaps (z.B. das Zurückrutschen der Zunge) führt dies zur Blockade (Obstruktion) der zu engen oberen Atemwege, was Atemaussetzer (Apnoen) und Atemflussverringerungen (Hypopnoen) zur Folge hat.

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12. November 2021

Im Blogbeitrag vom 11.04.2019 wurde die Frage geklärt, warum die gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Kostenübernahme für die Schlafapnoe Operation (maxillomandibuläres Advancement mit Counterclockwise Rotation) aus juristischen Gründen verweigern muss. Nur im Rahmen einer sogenannten fiktiven Genehmigung gem. § 13 Abs. 3a SGB V war es möglich, auf indirektem Weg, zu einer Übernahme der Heilbehandlungskosten für die ursachenbezogene Therapie der Schlafapnoe zu kommen. Eine fiktive Genehmigung stellt eine Sanktionierung für Krankenkassen dar, welche die Kostenübernahmeanträge ihrer Versicherten nicht rechtzeitig bearbeiten. Zu einer fiktiven Genehmigung kommt es immer dann, wenn Krankenkassen über Leistungsanträge nicht innerhalb der vom Gesetzgeber geregelten Frist entscheiden. Mit etwas Glück, falls die Krankenkasse zu langsam arbeitet, kamen also auch gesetzlich Krankenversicherte in den Genuss, die Heilbehandlung ihrer Schlafapnoe bezahlt zu bekommen.

schlafapnoe-heilen.de