Meine Entscheidung für eine Bimax-Operation bei Schlafapnoe
Seit Jahrzehnten hatte ich Probleme mit meinem Schlaf. Ich wachte morgens oft müde auf und fühlte mich tagsüber nicht wirklich erholt. Aber irgendwie habe ich dieser Tatsache nie die nötige Ernsthaftigkeit zugemessen. Erst vor etwa vier Jahren habe ich dann mal genauer untersuchen lassen und bekam im Schlaflabor die Diagnose: Gemischtes Schlafapnoe Syndrom. Als Therapie erhielt ich zunächst eine BiPAP-Maske, die meine Atmung während des Schlafens unterstützen sollte.
Leider kam ich damit nur bedingt zurecht. Die Geräusche des Geräts und die Maske selbst störten mich beim Einschlafen. Zwar fühlte ich mich teilweise etwas erholter, aber insgesamt blieb mein Schlaf schwierig und wenig erholsam. Auf der Suche nach anderen Möglichkeiten informierte ich mich im Internet über alternative Behandlungen. Dabei stieß ich auf die Möglichkeit, Schlafapnoe in bestimmten Fällen auch operativ zu behandeln. Das hat mein Interesse geweckt, und ich begann, mich intensiver damit zu beschäftigen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Herrn Musiolik, der mich großartig aufgeklärt hat! Im März 2025 vereinbarte ich dann einen Termin in Zürich bei Frau Dr. Jacobsen, um mich untersuchen und beraten zu lassen. Dabei stellte sie fest, dass meine anatomischen Gegebenheiten im Kieferbereich tatsächlich eine Ursache für meine Schlafapnoe sind. Eine bimaxilläre Umstellungsosteotomie, bei der Ober- und Unterkiefer nach vorne verlagert werden, kann den Atemweg erweitern und dadurch die Atmung im Schlaf verbessern. Auch hier möchte ich erwähnen, dass Frau Dr. Jacobsen eine große Kompetenz und Freundlichkeit ausstrahlt und ich mich bei ihr sofort gut aufgehoben gefühlt habe! Die Entscheidung für diese Operation fiel mir dennoch nicht leicht. Ich habe mehrere Monate darüber nachgedacht und mich immer wieder gefragt, ob ich diesen Schritt wirklich gehen möchte.
Letztlich war es aber die Aussicht auf eine bessere Lebensqualität, die mich überzeugt hat: wieder erholsamer schlafen zu können, tagsüber mehr Energie zu haben und möglicherweise keine Atemmaske mehr zu benötigen. Ursprünglich sollte die Operation im September 2025 stattfinden. Kurz vorher stellte mein Zahnarzt jedoch fest, dass zunächst noch einige zahnmedizinische Probleme behandelt werden mussten. Ich hatte eine fortgeschrittene Parodontitis, und deshalb wurde entschieden, die Operation noch einmal zu verschieben.
Nachdem diese Behandlungen abgeschlossen waren, fand die Operation schließlich am 3. Februar 2026 statt. Bei der Operation wurde bei mir nicht nur eine bimaxilläre Umstellungsosteotomie durchgeführt, sondern gleichzeitig auch eine Gaumennahterweiterung (GNE). Dabei wird der Oberkiefer erweitert, um mehr Platz im Oberkiefer und im Nasenraum zu schaffen und die Atemwege zusätzlich zu verbessern. Beide Maßnahmen wurden bei mir in einem Eingriff kombiniert. Die erste Woche nach der Operation war körperlich sehr anstrengend. Mein Gesicht war ziemlich angeschwollen, und ich konnte nur auf dem Rücken schlafen. Die Schmerzen waren durch die Schmerzmittel auszuhalten. Auch die zweite Woche war noch nicht einfach, und ich fühlte mich zunächst ziemlich erschöpft. Trotzdem bemerkte ich relativ früh einen positiven Effekt: Schon kurz nach der Operation hatte ich das Gefühl, nachts deutlich besser Luft zu bekommen.
Mittlerweile bin ich etwa fünf Wochen nach der Operation und merke, dass es von Woche zu Woche besser wird. Zwar sind mein Kinn und meine Unterlippe noch teilweise taub, und beim Essen bin ich noch eingeschränkt, aber insgesamt fühle ich mich deutlich wohler. Mein Rat an andere Betroffene ist, sich gut zu informieren und sich ausreichend Zeit für die Entscheidung zu nehmen. Eine solche Operation ist ein großer Schritt, aber sie kann – bei entsprechender Ausgangssituation – eine echte Chance auf besseren Schlaf und mehr Lebensqualität sein.