Ich habe mich ziemlich schnell für die Heilbehandlung entschieden. Nachdem ich mich intensiv mit der Diagnose Schlafapnoe beschäftigt und die Informationen von Frau Dr. Dr. Jacobsen und von Herrn Musiolik erhalten sowie die Inhalte der Homepage der „Gesellschaft zur Heilung der Schlafapnoe“ gelesen hatte, war mir auch aufgrund meines eigenen medizinischen Wissens als Ärztin bewusst, welche langfristigen Folgen eine nicht kausal behandelte Schlafapnoe haben kann. Insbesondere die fehlende Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren hat mich dazu bewegt, die Ursache der Schlafapnoe behandeln zu lassen. Diese Chance auf eine nachhaltige Verbesserung meiner Gesundheit wollte ich nutzen.
Heute kann ich die Heilbehandlung ganz klar empfehlen und würde mich bei gleicher Ausgangslage jederzeit wieder für die Operation entscheiden. Für mich hat sich bereits jetzt, 4 Wochen nach der Operation, im Alltag einiges zum Positiven verändert: Ich kann deutlich leichter atmen, mein Mann berichtet, dass ich wesentlich ruhiger schlafe, und selbst erlebe ich mich deutlich erholter und ausgeruhter. Auch der Gewichtsverlust von sechs Kilogramm ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes „sehr erleichternd“.
Die ersten vier Tage nach der Operation waren allerdings kein „Zuckerschlecken“. Ich war müde und erschöpft, das Gesicht und der Mund waren stark geschwollen, dazu kamen Hämatome im Gesicht und eine durch die Intubation verstopfte Nase. In dieser Phase habe ich mich durchaus gefragt: „Worauf habe ich mich hier eingelassen?“ Schmerzen hatte ich glücklicherweise keine, da ich mit Schmerzmitteln gut versorgt war. Die engmaschige Betreuung durch Frau Dr. Dr. Jacobsen hat mir zusätzlich Sicherheit gegeben. Schon zu Hause merkte ich dann, dass mein Schlaf besser war und ich mehr Energie hatte. Die Schwellungen und Hämatome gingen zurück und Schmerzmittel benötigte ich schon bald nicht mehr. Von da an ging es stetig bergauf. Auch die vorübergehend notwendige pürierte Kost empfand ich persönlich überhaupt nicht als schwierig.
Mein wichtigster Tipp für die Entscheidung ist, sich nicht von einigen wenigen anstrengenden Tagen abschrecken zu lassen, sondern die langfristigen positiven Konsequenzen für die eigene Gesundheit im Blick zu behalten. Ein begrenztes Unwohlsein ist aus meiner Sicht ein kleiner Preis für die Chance auf eine kausale Behandlung der Schlafapnoe.
Für die erste Zeit nach der Operation kann ich außerdem sehr empfehlen, sich einen Hilotherm mit Gesichtsmaske zum Kühlen auszuleihen. Das kontinuierliche Kühlen war für mich deutlich angenehmer, als ständig Eisbeutel wechseln zu müssen. Der Kontakt (siehe www.hilotherm.com) war unkompliziert und sehr nett. Für die Ernährung war ein Thermomix ebenfalls eine große Hilfe. Damit konnte ich aus viel frischem Gemüse abwechslungsreiche Suppen und pürierte Gerichte zubereiten (es geht aber auch ein normaler Standmixer). Wichtig war auch, schnell nach der Operation in Bewegung zu kommen und wenn es nur einige Runden über die Stationsflure waren; das brachte den Kreislauf in Schwung.
Rückblickend bin ich sehr froh, mich für diesen Schritt entschieden zu haben. Trotz der ersten anstrengenden Tage würde ich mich wieder genauso entscheiden.
Dr. Karla Schönfelder